Gründungsgeschichte

Mit Auflösung der Gutsbezirke im Jahre 1928 ging auch die Verantwortung für den Brandschutz auf die neu gegründete Gemeinde Bovenau über. Diese Neuorganisation gab den Anlass, die bis dahin bestehende Pflichtfeuerwehr durch eine freiwillige Wehr zu ersetzen.

So wurde am 13.12.1927 in der Gastwirtschaft Wegner die Freiwillige Feuerwehr Bovenau gegründet. Im Gründungsjahr konnte sich die frisch gegründete Wehr auf 23 aktive Kameraden und 13 passive Mitglieder verlassen. Da die handbetriebenen Pumpen der Güter nicht mehr den technischen Anforderungen genügten, beschloss die Gemeinde die Anschaffung einer Motorspritze. Da diese aber immer noch von Pferden zur Einsatzstelle gezogen werden musste, wurde 1930 zudem ein größerer Personenwagen gekauft, der als Zugfahrzeug für die Spritze und zum Mannschaftstransport diente. Das zugehörige Gerätehaus wurde gegenüber der Kirche errichtet und die Schläuche wurden im Kirchturm zum trocknen aufgehängt. (Gerätehaus und Schlauchtrocknung sind bis heute erhalten).

In den 1930er Jahren erlebte die Freiwillige Feuerwehr Bovenau eine wechselvolle Geschichte mit vielfachen Wechseln der Wehrführung. Auch der Zweite Weltkrieg war für die Feuerwehr nicht leicht. Häufige Einsätze im nahen, von Luftangriffen betroffenen Kiel setzten den Kameraden und dem Gerät zu.

1954 wurde unter Wehrführung von Friedrich Schäfer die Löschgruppe Ehlersdorf ins Leben gerufen, aus der sich 1958 die Freiwillige Feuerwehr Ehlersdorf entwickelte. Mit eigener 600 Liter Magirusspritze konnte die Anfahrtszeit zu Einsatzstellen in Ehlersdorf nun deutlich verkürzt werden.

Am 10. Dezember 1977 konnte die FF Bovenau ihr 50jähriges Bestehen feiern. Die Übergabe des neuen TSF-GW und das in Eigenleistung errichtete Feuerwehrgerätehaus rundeten das Jubiläum ab. Noch heute, 34 Jahre später, erinnert jährlich das traditionelle Schinkenessen mit allen aktiven und passiven Kameradinnen und Kameraden an dieses Jubiläum.

Besondere Einsätze waren 1961 ein Großfeuer, das das Gut Georgenthal fast vollständig zerstörte, 1962 ein Hilfseinsatz bei der Februar-Sturmflut im Kronprinzenkoog und die Hilfeleistungen während der Schneekatastrophe 1979.

1996 konnte der insgesamt über dreißig Jahre amtierende Wehrführer Hans-Adolf Fischer mit dem neuen LF 8/6 erstmals ein wasserführendes Fahrzeug von Bürgermeister Jürgen Liebsch entgegennehmen, auf das sich die Feuerwehrkameradinnen und -kameraden bis heute verlassen können.